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Wieder Michal Votroubec. Zum zweitenmal,,,
in der zweiten Runde zur Europameisterschaft der „Mopeds“ überzeugte der sympathische Tscheche die Amateur-Moto-Cross-Welt in souveräner Manier. Vor 1500 Zuschauern feierte der MSC Kassel-Spessart sein 50-järiges Vereinsjubiläum. Die Frauen und Männer um den Vorsitzenden Martin Logsch hatten sich bis in das kleinste Detail auf diesen Tag vorbereitet und sie zeigten sich als gute und verantwortungsvolle Gastgeber. Gedankt wurde Ihnen mit einem großen 42-Mann starkem Fahrerfeld und vor allem einem tollen Wetter. Die Bahn wurde bestens präpariert und die Rennen liefen ohne wesentliche Unfälle ab.
Pünktlich, auf die Minute genau, wurden die Trainings und Rennläufe gestartet. In allen drei Rennen überzeugte der Tscheche (2-1-1), nachdem er im ersten Rennen vom siebten Rang aus zum zweiten gelangte und die folgenden mit Start-Ziel-Sieg abschloss. Der erste Lauf war an Spannung nicht zu überbieten. Nicht einmal 20 Meter trennten die ersten Drei beim Abwinken . Maurice Van Kasteren (1-5-2), Voutroubec und Brad O`Leary (3-40-9) schenkten sich keinen Zentimeter. Schade, dass der Brite gleich in der zweiten Kurve nach dem Start zum zweiten Lauf wegrutschte und er sein etwas lädiertes Moped nicht mehr linear zurechtgebogen bekam. Als Letzter an der Jury vorbei, fuhr er sichtlich resignierend in das Fahrerlager. Im dritten Rennen musste er durch das erwähnte Missgeschick in die zweite Startreihe und sich vom 20. Platz aus, in einer oft verwegenen Fahrt ,aus dem Mittelfeld herauskämpfen. Infolge der dort herrschenden kompakten Leistungen allerdings, reichte es lediglich für den neunten Rang und Gesamtplatz elf. Phil Mercer (4-2-3), in Frankreich schon als ausgeglichen und beständiger Crosser aufgefallen, profitierte und wird verdient Gesamdritter, vor seinem Landsmann Mark Hooley (5-3-4), welcher sehr gute Starts erwischte und sich immer unter den ersten Fünf aufhielt. Erfreulich wiederum das Abschneiden des Italieners Graziano Pevefieri (6-4-5) , der ebenfalls gute Starts hinlegte und sich permanent mit den Engländern „rumbalgte“, und somit er deren Härte, aber auch sprichwörtliche sportliche Fairnis erfuhr. Lee Dunham (10-11-10) hatte sich schon etwas mehr als Platz Sechs versprochen, aber die Piste lag im nicht so sehr. Die Briten wünschen sich breite, talhängige Wiesenhänge, wo am besten noch Tage zuvor die Kühe geweidet hätten. Allerdings , diesen Wunsch des originalen Moto-Cross, können ihnen leider immer weniger Veranstalter bieten. Ein Lichtblick aus deutscher Sicht und ein sehr schönes Rennen fuhr Dirk Sigmund (13-12-7) und wurde mit Gesamtrang Sieben belohnt. Im Vorstart zum zweiten Lauf gab es für ihn Aufregung. Seine Yamaha bockte. Flugs musste eine schnell aus dem Hänger und dies geschah alles in der Fünfminuten-Karenzzeit. Gottseidank war dieses geliehene Motorrad abgenommen. Der italienische Offizielle stand schon in den „Startlöchern“ zum Protest, auf den er aber aus sportlich freier Entscheidung verzichtete. Der Bruder des Fünftplatzierten , Tiziano Pevefieri (15-13-6) hätte davon profitiert. Er machte vor allem im dritten Wertungslauf auf sich aufmerksam, als er einen besseren Start erwischte als in den vorangegangenen Läufen. Unauffällig fuhr der Brite James Lane (12-7-20) aus dem Mittelfeld in bessere Platzierungen. Zehnter in der Gesamtwertung wurde der Däne Rene Edsgaard (9-21-11) . In der zweiten Runde in Lauf zwei kam er zu Fall und gab gleich 17 Plätze an die Konkurrenten ab. Für das kommende Rennen im holländischen Venray wird wohl er es sein, welcher den Sandspezialisten Paroli bieten kann. Die Dänen waren immer im Sand eine Kategorie besser als auf harten Bahnen. Für Brad O´Leary reichte es so grade noch zum elften Rang, knapp vor Patrick Van Breugel (7-6-38), der zur Rennmitte im Mittelfeld des dritten Laufes stürzte und ins Fahrerlager fuhr. Sein Landsmann Maurice Klijn (22-10-12), beim Eröffnungsrennen in Frankreich nicht mit von der Partie, vermisste die niederländische Materie Sand und musste sich zunächsteinmal mit dem oft steinigen Spessartboden anfreunden. Er war trotzdem über den 13. Platz erfreut, denn die folgenden Rennen liefen schon besser. Es folgte in der Gesamtwertung Alexander Hübner (23-9-15) . Besonders im zweiten Rennen zeigte der jüngste Teilnehmer sein Können und lag rundenlang an sechster Position, unter dem Jubel der Zuschauer und gleich hinter ihm, im Nationentrikot , Alexander Farkas (8-8-39), welcher mehr Ehre verdient gehabt hätte, als im letzten Lauf wegen Verdacht auf Rippenbruch erst mal das Medizinköfferchen nach Schmerzmitteln zu durchsuchen.
Gez. Toni Luysberg
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