








|
G
|
Maurice van Kasteren überzeugt auf dem Heim-Grand-Prix im niederländischen Venray. Mit Plätzen 1-4-1 gewinnt er die Tageswertung. Er kann dem tabellenführenden Tschechen Michal Votroubec 10-1-2 aber nur 18 Punkte abknöpfen. Normal hätte jeder dem Sandspezialisten „Maus“ , wie die Niederländer ihn nennen, alle drei Rennen als Sieger zugetraut, aber es kam anders im zweiten Lauf. Beim Start führte Nick Kouwenberg und legte sich prompt sandtief in die erste Kurve und es kam zum Massensturz , wo vor allem die Niederländer betroffen waren. Nur Arnold Smits und Maurice Klijn kamen da u. a. glimpflich vorbei. Es schien ein „Desaster“ für die Holländer zu werden, wäre da nicht Van Kasteren in eine tolle Aufholjagd verfallen. Innerhalb zehn Runden machte er 16 Plätze gut und sah als Vierter vor seinem Landsmann Menno Verleng 2-5-4 die Zielflagge, welcher mit den Laufergebnissen die Freude der Gastgeber komplettierte und Dritter wurde. Was war mit dem Tschechen im ersten Rennen ? Nach dem schlechten Start als 32. hatte er zu lange nötig aus dem Mittelfeld herauszukommen und musste sich sichtlich erschöpft mit dem zehnten Platz hinter Andre Adrian zufrieden geben. Er wäre der Einzigste gewesen, den schnellen Holländern Paroli zu bieten, ja sogar wiederum den Gesamtsieg mit in die Tschechei zu nehmen. Phil Mercer 4-2-11 wurde nach den ersten beiden Rennen als Podestaspirant erwogen, doch als Elfter nach dem Start zum Endlauf, kam er partout nicht von diesem Platz weg, weil er permanent entweder den Dänen Schoeler oder seinen Landsmann Scott gleichstark vor sich fahren sah. Zunächst waren die Niederländer ja total davon überzeugt, dass sie gleich drei „Oranjes“ auf das Podest zu begleiten hätten, denn Ronnie van Rooij 3-9-5 legte hierzu die Ouvertüre. Ein 22. Startausgang im zweiten Rennen, wo die beschriebene Karabomlage erfolgte, hinderte dieses Unterfangen. Nach seiner Aufholjagd auf den achten Rang, musste er noch den ihm permanent folgenden Dänen Sörensen diesen hart erkämpften Platz auf der Ziellinie überlassen. Brad O´Leary 5-15-3 geriet ebenso in die „Grand Carambolage“ und wurde als 39. in der ersten Notierung gezählt. Tapfer und hart ging es Runde um Runde höher in der Rangliste bis zum 14. Platz. Doch dieser wurde ihm verdutzt vom Deutschen Marc Storms in der letzen Runde wieder abgenommen. Andre Adrian 9-3-13 kam zum erstenmal in dieser Saison zum Einsatz, nachdem er verletzungsbedingt die beiden Veranstaltungen in Frankreich und Kassel Biebergemünd nur aus der Ferne betrachten durfte. Der Start aus der zweiten Reihe brachte ihn dennoch ins Mittelfeld und einem erfolgreichen neunten Rang bei der Abflaggung. Beim zweiten Rennen entging der Deutsche knapp dem Massensturz und konnte sich unter der Verwunderung der Niederländer vom achten auf den dritten Platz verbessern, noch knapp vor dem anstürmendem Van Kasteren. Der dritte Lauf sah anfänglich sehr gut für ihn aus und lag im ersten Drittel auf dem Vierten, jedoch geriet er unter die Fußraste und verlangsamte auf „Durchkommen“, Rang 13 und Tageswertungplatz Sieben. Der achte Gesamtrang ging wiederum an die Niederländer. Maurice Klijn 13-6-6 war für die Rundenschreiber die Überraschung. Als Allerletzter ging er wie „Blücher“ durchs Feld , blieb aber dann an Votroubek und dem Briten Hooley „hängen“. Für die beiden folgenden Rennen zeigte er etwas Konditionsprobleme oder Verausgabung vom ersten Rennen. Dem Dänen Rene Egsgaard 8-10-10 hatte man nach seinen erfolgreichen Ergebnissen –Dritter in Frankreich - schon mehr zugetraut , aber nach den Starts erlebte er in den beiden Schlussläufen jeweils eine Fallpartie und musste wieder von ganz „hinten“ anfangen. Seine beiden Landsmänner Jim Sörensen 11-8-14 und Christian Schoeler 14-13-7 gerieten mit ihren Ergebnissen in den „Dänenblock“ auf Gesamtrang Zehn und Elf. Die Holländer Patrick van Breugel 6-12-18 und Arnold Smits 23-7-9 brachten mit ihren Ergebnissen sechs vom Oranjeteam unter die ersten 13. Bester Italiener war Tiziano Pevefieri 22-11-17. Die Italiener fuhren zum erstenmal in der Materie Sand und zeigten , dass ihnen doch die harten Bahnen viel besser liegen. Man wird sehen. Beim nächsten Rennen sind wir dort, in Lanciano , im weiten Süden Italiens. Für den 15. Gesamtrang musste sich der Deutsche Alexander Hübner 19-18-15 mächtig anstrengen. In jedem Lauf ging es irgendwie nicht anders für ihn, als sich vom letzten Drittel aus in das vordere Mittelfeld wahrlich kämpfen zu müssen und zudem noch das Pech hatte , von einem nicht verschuldeten kapitalen Sturz aus die Fahrt wieder aufzunehmen.
Weitere Ergebnisse der Deutschsprachigen:
21. Marc Storms (16-14-37)
23. Dirk Sigmund (24-23-24)
27. Denis Peters (27-27-26)
32. Michael Bohler (33-28-29)
34. Lukas Elmer (34-29-28)
37. Berthold Kamps (36-32-33)
42. Roman Geering (39-0-0)
43. Pirmin Geering (42-0-0)
Länderwertung (je die besten Drei)
1. Niederlande 445
2. Großbritanien 322
3. Dänemark 305
4. Deutschland 243
5. Tschechien 230
6. Italien 131
7. Schweiz 129
8. Frankreich 125
Gez. Toni Luysberg
|
News |