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Briten wiedereinmal mehr in brillanter Form 

Vor rund 3000 Zuschauern ging es im Schweizer-Emmental, im Rohrbachgraben, in die vorletzte Runde der IMBA-„Mopeds“. Der in der Nacht zum Samstag niedergegangene schwere Regen tat dem fetten Boden sehr gut, dem Fahrerlager allerdings weniger. So in England, wurden auch hier die Traktoren in Anspruch genommen, die Akteure an den rechten Platz zu ziehen. Die folgende Spätsommerlage brachte die Piste in ideale Bedingungen, dergestalt, dass sogar vor dem Endlauf kurz bewässert wurde. Das Organisationskomitee um Erich Utz vom Moto-Cross-Team Hasle-Rüegsau hatten ordentliche Arbeit geleistet , das Emmental zum zehntenmal zu einer gern gesehenen Veranstaltung, auch mit großer Unterhaltung, werden zu lassen.
Gleich bei der Ergebnisverkündung der Trainingszeiten ein seltener „Paukenschlag“:
Die Deutschen Andre Adrian und Dirk Sigmund fuhren Bestzeiten vor Lee Dunham, dem Tabellenführenden. Die frohe Hoffnung in der deutschen Mannschaft sollte sich aber mehr als relativieren.
Es war wieder das britische Team, welches allen anderen den Stempel des Sieges aufdrückte. Phil Mercer 3-1-1 errang mit zwei Punkten mehr als Lee Dunham 1-2-2 den Tagessieg. Und es hätte auch ein Dritter der Briten auf dem Podest gestanden, wenn nicht das Pleuellager an seiner Honda im zweiten Rennen der statischen Härte des Sportes widerstanden hätte. Matt Porter 2-26-3 war der durch technisches KO Betroffene. Und was sich die Briten im Endlauf für ein Eigenduell im Dreikampf lieferten, war allein das Eintrittgeld der beiden Tage wert. Ein Bilderbuchrennen, als die drei „Gladiatoren“ sich aber auch keinen Zentimeter schenkten und mehr nebeneinander als hintereinander rundenlang sich selbst überflügelnd  den begeisterten Zuschauern „Moto-Cross-Sport“ zelebrierten. Vom Ausfall Porters profitierte Sebastian Potraz 4-4-4 , welcher in allen drei Rennen zeitweise vor und zwischen den Briten lag, ein starkes Rennen fuhr, aber sich letztendlich immer wieder geschlagen geben musste. Dennoch durfte er sich wiederum über den dritten Podestplatz freuen. Vierter in der Tageswertung wurde Maurice Van Kasteren 9-3-7. Jeweils vom hinteren Drittel aus fuhr er sich in das Verfolgerfeld. Pech hatte er im dritten Rennen, als er an seinem Motorrad  kurz etwas richten musste, somit er den dritten  Rang verlor. Porter wurde noch Fünfter und behält seinen dritten Tabellenrang. Bester Schweizer im Emmental wurde Stefan Rüeger 8-6-9, welcher in diesem Jahr zum erstenmal die IMBA-Rennen erfuhr. In der Tageswertung hinter ihm der vierte Brite, Sean Frayne 7-12-5. Er mühte sich im zweiten Rennen vom letzten Platz bis in das vordere Mittelfeld. Sein fünfter Platz in der Rangliste und siebter Platz in der  Tageswertung  blieb ihm damit sicher vor Rene Albers NL 6-5-15. Der Niederländer musste sich im dritten Rennen vom Schlussfeld auf dem zwischenzeitlich harten und stackigem Parcour durchkämpfen. Sein Landsgenosse, Björn De Kort 13-7-8 wurde unauffällig Neunter vor Dirk Sigmund 12-9-11, der sich nach jedem Start die Endplatzierung hart erarbeiten musste, nachdem er keine guten Starts hinlegte oder eingekeilt wurde. Andre Adrian 5-13-14 hatte sich viel mehr versprochen. Die schnellste Zeit im Training und dann das. Eine Runde später wollte er scheins noch eine bessere Zeit drauf setzen und rutschte belanglos, aber mit Folgen aus. Er verdrehte sich sein Knie und haderte den ganzen Tag mit sich selbst und den Eisbeuteln. Immerhin kämpfte er  trotz der starken Schmerzen bis es einfach nicht mehr ging. Alle Achtung und Ehre. Zwölfter wurde Pascal Proenen 10-10-13. Auch er zeigte wieder Kampfesgeist, indem er in allen drei Rennen von den Rängen Zwanzig an aufwärts in bessere Punkte fuhr, vor dem besten französischen Teilnehmer, Frederic Birh 14-8-12.  Mit den Rängen 16-25-6 sorgte der Niederländer Menno Verleng für den 14. Platz. Zur Mitte des zweiten Rennens fiel er aus und gab lautstark die Schuld einem französischen Sportkollegen. Ungesehen, dennoch man dies aus einer mäßigen Entfernung im Fahrerlager schmunzelnd hören und deuten konnte.  Im dritten Rennen war dann wieder Friede eingekehrt und Dennis Van Rooij NL 21-14-10 verbesserte sich auf der immer härter werdenden Bahn sichtlich von Lauf zu Lauf.
Pech hatte der junge Schweizer, Timo Graf, welcher sich gleich im ersten Rennen schwer verletzte und ins Hospital geflogen wurde.
Gleichzeitig wurde an diesem Tag auch der Quad-IMBA-Lauf durchgeführt. Beide Resultate und die Gesamtwerung sind auf der Seite: imba-mx.com unter „Result“ und „Standings“ einzusehen.
Der Endlauf der MX2 findet am 20 September in Holland, in Meijel statt.

Gez. Toni Luysberg

 

 

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