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IMBA 125-ccm Frankreich am 30. August 2008 in Wingles
Die Briten dominierten in Frankreich.
Unter hervorragenden Bedingungen wurde die vorletzte Runde zur IMBA-EM im nordfranzösischen Wingles ausgetragen. Eine hervorragende Organisation wurde dem ausrichtendem Verein „Moto Club des Etangs“ und dem Verband, der „UFOLEP“ , bescheinigt. Bei sommerlichen Temperaturen hatten die Verantwortlichen den 2 km langen ,typisch französischen Kalkmergelkurs „voll im Griff“, und die schnelle, im Wald anheimelnde Bahn, mit weiten Sprüngen ,bot den rund 2000 Zuschauern Staubfreiheit bei sehr spannenden und fairen Rennen. Dem Briten Phil Mercer 3-2-1 (1.) gelingt ein souveräner Sieg , indem er immer unter den ersten Drei die Rennen startet und diszipliniert , ohne „Schnickschnack“ die Runden absolviert. Nur einem konnte er im ersten Lauf auf die Seitennummer schauen:
Dem Tabellenführenden Niederländer Martijn Romviel 2-5-2 ( 2.). Unter den Augen seines Vaters, welcher in den Achtziger Jahren ebenfalls die Achtelliterklasse in der IMBA bestritt, kam für ihn im zweiten Wertungsrennen „nur“ ein Fünfter heraus, so er als Sechster in der ersten notiert wurde. Und dies zeigt nochmals die extreme Leistungsdichte in dieser Klasse . 32 von 34 Startern werden im ersten Lauf in allen Runden, also nicht überrundet notiert. Die Überlegenheit der Briten stellte Lee Payne 7-1-6 (3.) unter Beweis. Nachdem er den zweiten Lauf mit Start-Ziel –Sieg feierte, „ackerte“ er sich im dritten vom 13. Rang aus zum sechsten, und fühlte sich in den letzten Runden von dem jungen Belgier Randy Schouten behindert, und meinte, im Fahrerlager das „Rennen“ fortsetzen zu müssen.
„Hier finde ich einfach keine Spur“, waren bereits nach dem Training die Worte des zweiten in der Tabelle, Andre Adrian 10-3-3 (4.) Doch die beiden letzten Rennen benannte er als ordentlich, aber er konnte im dritten dem Druck des Niederländers Romviel nicht standhalten und ließ ihn auf den zweiten Platz „ziehen“. Dennoch ein Vierter Platz und ein Sonderpokal sind ein stolzes Ergebnis für den Mülheim-Kärlicher. In Amriswil geht es dann Ende September um den Titel und mit nur 41 Punkten Vorsprung vor Adrian kann sich der ruhige, sympathische Niederländer keinen Ausfall in den drei Wertungsläufen erlauben. Praktisch haben sogar Mercer und Ronnie Van Rooi (1-6-12 (5.) noch Titelchancen. Van Rooie stürzte zu Beginn des dritten Rennens und fiel auf den 20. Rang zurück. Und dass er auf harten Bahnen gut „unterwegs“ ist , bewies er mit dem Start-Ziel-Sieg im ersten Lauf. Der fünfte Tagesrang ging in das unmittelbar benachbarte Belgien. Randy Schouten 4-9-7 (6.) fuhr ein beständiges, schönes Rennen unter den ersten Zehn. Der Brite Matt Porter 6-4-18 (7.) kam im dritten Lauf einfach nicht vom 18. Platz aus nach vorne. Die Gruppe um den Dänen Egsgaard, Van Rooie, dem Schweizer Rüger und dem Franzosen Guinet, machten im sichtlich das Leben schwer. Im Sekundentakt passierten diese fünf „Ritter der Nationen“ die Jury von Start bis Ziel. Sein Teamgefährte James Lane 11-8-8 (8.)hatte es da ruhiger. Bester Italiener in Frankreich war diesmal Devis Vipera 20-7-5 (9.) Vom 27. Rang aus im ersten Rennen konnte er sich dort nur um sieben Plätze verbessern. Ansonsten er sich im Waldparcour sehr gut zurechtfand. Überhaupt fühlten sich die Italiener auf dem für sie bekanntem Boden sehr wohl. Und die Temperatur stimmte sie ebenfalls nicht nur zur Fröhlichkeit. Vielversprechend hielt im ersten Rennen vom Start weg auch der Däne Rene Edsgaard 8-10-14 (10.) seine Platzierung. Im letzten hingegen kam er beim Start zu Fall und fuhr als Letzter hinterher. Frei nach dem Motto „es kann nur noch besser werden“ brachte er eine hervorragende Aufholjagd bis zum 14. zustande. Seinen besten Lauf vollführte der Tscheche Josef Mnuk 15-13-9 (11.) im dritten. Zeitweise lag er dort auf dem sechsten Rang, konnte dem Druck von Schouten , James Lane und Payne aber nicht standhalten. Im letzten Viertel des zweiten Rennens ging grade Schouten am Briten Simon Lane vorbei und Peverieri setzte zum Überholen an , da passierte es: Lanes Motorrad schlug einen gewaltigen Haken nach links und noch mehr nach rechts, dort hinein die TM des Italieners und beide flogen über die stabile Rohr-Barriere vor den Augen der Jury in die Zuschauer hinein. Nur Sekunden danach sortierten beide, sich fair nach dem Zustand des anderen fragend und mit Hilfe der herbeieilenden Fans , ihre Gefährte und setzten die Fahrt wie ein Wunder unverletzt fort. Ein Raunen der Erleichterung bei allen , welche diesen kapitalen Sturz sahen, und dass kein einziger Zuschauer verletzt wurde, war Zufall und Glück auf einmal. Mit den Rängen 19-14-11 vollführte der Deutsche Sebastian Potraz sein bisher bestes IMBA –Ergebnis und dem für ihn stolzen 13. Tagesrang. Der Niederländer Menno Verleng 16-12-15 fuhr relativ sicher auf den Mittelfeldplätzen . Der 15. Tagesrang ging an den Deutschen Christoph Selent 6-11-34, ab dessen Motorrad nach dem Start zum dritten Rennen die Kupplung zu Schaden kam, und er enttäuscht aufgeben musste.
Die Endläufe finden am 28. September in Amriswil im Appenzellerland der Schweiz statt.
Gez. Toni Luysberg
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