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EM- Start mit Fango-Packung
IMBA in Wohlen /CH
Den ersten Lauf der Saison bestritten die Amateur-Moto-Crosser im Kanton Aargau. Hohes Niveau der Fahrer und die sprichwörtliche Präzision der Schweizer sorgten für spannende Rennen.
Die Teilnehmer der Europameisterschaft zeigten sich begeistert: Schon beim Empfang zeigte sich die gute Organisation. Die Veranstaltung war außergewöhnlich gut koordiniert, am Eingang des Geländes wurden direkt die Unterlagen mit Geländeplan, Zeitplänen, Startnummern und Veranstaltungsheft überreicht. Das Fahrerlager war straff durchorganisiert, die einzelnen großzügig dimensionierten Plätze ausgeschildert. Man hatte vom Fahrerlager einen guten Blick auf Start und Ziel, sowie auf weitere Teile der Strecke. Beim Aufbauen konnte man zum Beispiel den Start des Töffli-Rennens verfolgen, das den Auftakt zu dem MX-Wochenende bildete. Der schweizer IMBA-Verantwortliche Nick Hildebrandt kam sogar persönlich zu den Fahrern, um letzte Absprachen zu treffen und die Transponder vorbeizubringen. So wuchs die Vorfreude auch beim deutschen Team recht schnell. Drei Fahrer haben die Lizenz zum Crossen im Jahr 2008: Josi Leonardi, Norbert Schürgers und Holger Koch vom Shadow-Racing-Team sind für alle fünf Läufe genannt. Bei der technischen Abnahme sorgten sie direkt für Aufsehen. „Unsere Quads sind ursprünglich für den Enduro-Einsatz abgestimmt. So wunderten sich die Kommissare über unsere Lichtanlagen“, schmunzelt Holger. Nick Hildebrandt wiederum besorgte über Nacht noch den nötigen neuen Killswitch. Noud Bongers vom niederländischen Teams half bereitwillig bei dessen Montage. Vorbildliche, sportliche Kameradschaft. Derweil sorgte Josy für weiteres Aufsehen. Niemand hatte damit gerechnet, dass aus Deutschland eine Frau antritt – und das auf einer Yamaha 350. Entsprechend groß war demnach das Interesse der Pressevertreter während der Fahrervorstellung im übervollen Festzelt. |
Land unter!
Eins hatten die Schweizer nicht im Griff: das Wetter. So gab es am kommenden Morgen eine unangenehme Überraschung. Die gesamte Nacht hindurch hatte es gestürmt, so daß das Gelände förmlich im Matsch ertrank. Das erste Training wurde abgesagt, um an den Fahrzeugen die Abstimmungen noch zu verändern. Das zweite Training zeigte dann den Fahrern, wie sehr die Strecke tatsächlich aufgeweicht war. Der Start begann am Fuße eines Berges, die meisten Fahrzeuge sanken so tief in den Schlamm, daß sie gar nicht weiter vorankamen. Viele weitere Fahrer verließen die Strecke noch während der ersten Runde. Josi blieb am Start stecken, das Quad von Holger Koch musste in der dritten Kurve mit Helfern aus dem Schlamm gezogen werden. Die Rennleitung reagierte umgehend und versuchte einen Teil des Schlamms durch Gerätschaften räumen zu lassen. Währenddessen standen sämtliche Fahrzeuge am extra eingerichteten Waschplatz. Diese Einrichtung mit fünf Hochdruckstrahlgeräten sollte den Tag retten. Denn so konnten nach jedem Lauf die Fahrzeuge wieder vom Schlamm befreit werden. Trotz des Wetterumschwungs fanden dennoch zahlreiche Zuschauer den Weg an die Rennstrecke. Ebenfalls lobend erwähnen muss die Pflege der Strecke – nach jedem Lauf wurde sie mit drei Fahrzeugen fast vollständig geräumt.
Start zum ersten Lauf: Alle Fahrzeuge stehen knietief im Matsch, zwei deutsche Fahrer in der ersten Reihe. Die Fahne fällt und es zeigt sich der Hubraum-Vorteil einer Yamaha YFM 700 R: Koch ist einer der ersten am Berg, kann aber bei den Sprüngen das Tempo der leichteren 450er nicht ganz mithalten. Die Streckenverhältnisse sind sehr schwierig. Die Niderländer verzeichnen zu diesem Zeitpunkt leider schon zwei Motorschäden. Darunter auch der amtierende Meister Tim Bongers.
Im zweiten Lauf ist mit Norbert Schürgers noch ein Deutscher in der ersten Reihe. Auch hier zeigt sich der Vorteil der des größeren Hubraums am Berg. Die Strecke bessert sich ein wenig. Jedoch sammelt sich der härter werdende Schlamm so stark auf den Nervbars, dass ein Schalten der einzelnen Gänge immer schwerer bis unmöglich wird. Besonders Schürgers hatte bereits beim Start sehr viel Schlamm abbekommen. Dieser schränkte ihn während des Laufs stark ein. Schnellere Fahrer unterschätzen immer wieder den Boden, verloren in den Kurven durch Rutschpartien oder Unfälle. In diesem zweiten Lauf entstehen erste Josi Fanlcubs auf dem Hiflikon Hügel und die Akzeptanz gegenüber dem deutschen. Team auch unter den Fahrern wächst. Im dritten Lauf stehen alle Deutschen in der zweiten Reihe links außen. Dies war beabsichtigt, die Überlegung ging auf. „Während alle Fahrer sich wieder durch den Schlamm auf den Hügel kämpften, bogen wir weiter nach links auf die ausgefahrene Strecke ab“, erzählt Josy. Damit waren sie schneller auf dem Hügel und positionierten sich direkt im Mittelfeld. Diese Positionen sollten sie auch nicht mehr verlassen. Trotz Temperaturen um den Nullpunkt wurde auch der dritte Lauf ohne Unfall und Ausfall beendet. |
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Fazit nach dem ersten Einsatz
Okay, für einen Podiumsplatz hat es leider nicht gereicht. Aber Shadow Quad Racing kommt den durchaus respektablen Plätzen 24, 25 und 26 von diesem ersten Imba Lauf nach Hause. Die Organisation und Unterstützung des Schweizer Verbandes SAM/LI nebst seinem Vorsitzenden, sowie die Leitung des schweizer IMBA Verantwortlichen Nick Hildebrandt ist absolut beispielhaft. „Da ist man gerne wieder dabei“, resümiert Holger Koch. Er und seine Team-Kollegen stehen beispielhaft für den Amateurstatus, den die IMBA und Ihre nationalen Verbände vertreten. Obwohl das Niveau der meisten Fahrer deutlich über diesen Status hinaus geht. Einige fahren bereits mit Unterstützung namhafter Sponsoren und sind entsprechend ausgerüstet. Den drei Deutschen ist die Vorfreude auf den nächsten Lauf deutlich anzumerken. Vor heimischem Publikum starten sie am 1. Juni beim MSC Grenzland in Eschweiler. Hier haben sie die Möglichkeit, erneut für Deutschland im National-Trikot zu starten .Der Verein richtete bereits im vergangenen Jahr das Debut-Rennen der Quad-Amateure aus. Es wird spannend! |
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