








|
G
|
Triumpf und Freude bei den Briten aber Leid bei den Deutschen
Ein ereignisreicher Auftakt gab es auf den böhmischen Höhen. Einen totalen Triumph vollführten die Briten mit einem Dreifachsieg und alle fünf Teilnehmer unter die ersten Zehn zu bringen. 36 Teilnehmer
meldeten die Verbände zum Saisonauftakt der „Mopeds“ und erfreulich auch gleich die Teilnahme Russlands, welche auf dem letztjährigen Kongress in die IMBA aufgenommen wurden. Sie erschienen mit drei Crossern, mit neuem Material und ihrem Teamleiter Alexander D. Jakowlev, welcher ab Mitte der 60ziger Jahre zusammen mit Viktor Arbekov (Weltmeister 1965) agierte.
Bereits beim Training wurde das favorisierte deutsche Team mit Christoph Selent geschwächt, der sich nach einem relativ harmlosen Sturz im aufgeweichten Boden das Knie verdrehte und selbst Böses ahnte. Dann Andre Adrian, mit acht Sekunden Vorsprung beim ersten Lauf in Führung liegend, kam er zu Fall und zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Noch nicht genug erwischte es im dritten Lauf Pascal Proenen mit einem gebrochenem Daumen und Sebastian Potraz haderte im zweiten Rennen mit der Wiederbelebung seines Motorrades nach einem Ausrutscher. Einziger Lichtblick war die Anteilnahme der Sportler , insbesondere der Niederländer, welche sich immer wieder anboten, Hilfe, medizinisches Material und Trost zu geben.
Nicht nur die Piste ansich, auch deren Zustand verhalf den Briten zu „Flügeln“. Der nächtens niedergegangene Regen verwandelte den Kleiboden zunächst in ein scheins unbefahrbares, klebriges Medium. Die morgendliche Aufklarung sorgte für zunehmende Griffigkeit bis zu idealem Zustand und ließ die Rennen ab und an als eine britische Verbandsmeisterschaft aussehen. Phil Mercer (1-5-1) war der Glücklichere vor dem jungen Lee Dunham (4-1-2) welcher derzeitig die britische Amateurmeisterschaft anführt, und wieder aus der MX1 in die MX2 diese Saison wechselt. Der fünfte in der vergangenen IMBA-Meisterschaft, Matt Porter (3-2-3) , komplettierte die triumphale englische Troika. Derweil gab der Niederländer Ronnie Van Rooij (2-3-5) für dieses Jahr einen Einstand , zumindest in der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden zu wollen. Sein Landsmann Kenny Beekmans (6-4-49) zeigte ab und an Stärke in der englischen Übermacht, konnte diese aber niemals sichtlich brechen. Beide aber zeigten, dass sie auch auf den harten Böden immer besser zurechtkommen und sich für die IMBA diesbezüglich vorbereitet haben. Der sechste Gesamtrang ging wiederum an einen Neuen im britischen Team, an Sean Frayne (7-9-8), der sich jeweils vom Mittelfeld aus in den drei Wertungsrennen verbesserte. Björn De Cort ( 11-10-10) wurde mit seinen konstanten Ergebnissen Siebter vor dem Dänen Christian Schöler (14-7-11) und einem „Neuen“ bei den Niederländern, Rene Albers (10-6-19). Vom letzten Platz aus kämpfte er sich im dritten Rennen bis in das Mittelfeld vor. Der Brite Simon Lane (12-19-7) setzte mit seinem zehnten Gesamtrang den „Siegel“ auf die Übermacht der Engländer in Tschechien.
Der nächste IMBA Wettbewerb findet am 14. Juni in Milhac Auberoche in Frankreich statt und folgend am 28 Juni in Casale Monferato , Italien.
Toni Luysberg
|
News |