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Überragende Niederländer in Meijel, die Meisteschaft allerdings teilen die Briten unter sich auf

Eine beispielhafte Organisation und eine professionelle Gestaltung des Circuit, würdig eines Europameisterschaftslaufes, präsentierte der MCC Meijel unter der ebenso professionellen Sportleitung der MON –Motor-Sport-Organisatie-Nederland- den rund 1500 Zuschauern. Bei herrlichem Spätsommerwetter ging es auf der berüchtigten Sandbahn „Vossenberg“ in die letzte Runde der IMBA-Mopeds. Und noch nichts war entschieden. Dies musste der letzte Lauf zeigen, denn die beiden Briten Lee Dunham und Phil Mercer reisten grademal mit 16 Punkten Differenz an. Bei den zehnfach mehr zu vergebenden ein „Nichts“.  Die Besetzung des dritten Ehrenplatzes war ebenso mit 20 Punkten Abstand unter Matt Porter und Andre Adrian sehr eng. Hier hatte man Adrian im Vorfeld die besseren Chancen zugerechnet. Der tiefe Sand ist nun mal nichts für Briten. Aber es kam anders, wie so oft in dieser Saison .
Die Holländer sorgten für keine Überraschung. Sie fuhren noch überragender als in den Jahren zuvor. Im ersten Rennen brachten sie fünf des Oranje-Teams, im zweiten sechs und im dritten Lauf vier unter dem lauten Jubel der Fans als erste über die Ziellinie. Brillanter wird es wohl kaum gehen.
Es siegte unter sichtlicher Freude bei der Siegerehrung in der Tageswertung Menno Verleng 1-2-2, ansonsten mehr um die Plätze Zehn fahrend, lag er bei jedem Start unter den ersten Drei und musste sich in den folgenden Rennen lediglich von seinem Landsmann Maurice Klijn 4-1-1 geschlagen geben. Eine sichtbar hochkarätige Fahrweise zeigte Klijn in allen drei Rennen. Besonders im ersten Rennen fuhr er mit Bravour vom letzten Platz aus durch das Feld auf den vierten. „Chapeau“. Und hieraus sieht man das Potential an Fahrern, was die Niederländer zur Verfügung haben. Für ihn war es das erstemal in dieser Saison, dass er an einem IMBA-Rennen teilnahm. Mit den Rängen 2-3-3 wurde Rene Albers nicht nur Dritter in der Tageswertung sondern konnte sich auch vom siebten Platz in der Tabelle ,vorbei an Potraz, Frayne und Adrian, auf den vierten Jahresplatz verbessern. Vierter in der „Hollandstaffel“ wurde Dennis Van Rooij 3-4-4 . Er balgte sich in allen Läufen mit De Cort und Albers, verbesserte sich aber in der Endwertung vom zwölften auf Rang Zehn. Die niederländische Übermacht wurde komplettiert mit  Björn De Cort 5-5-6 und dem fünften Platz in der Tageswertung. In der Tabelle verbesserte er sich vom zehnten auf den achten Rang.
Bester „Ausländer“ in Meijel war Phil Mercer 9-7-5. Lediglich acht „Pünktchen“ trennten ihn vom Titel. Und wären ihm im eigenen Land, in Branston , nicht die Ventile „um die Ohren“ geflogen, er wäre dieses Jahr der „Champ“. Jeder hätte es grade ihm sicher gegönnt. Mit 38 Jahren der älteste Teilnehmer, ruhig und besonnen, mit exzellenter Disziplin und Kondition aufwartend, blieb ihm der diesjährige Traum versagt. Etwas an Enttäuschung meinte man schon bei der IMBA-Siegerehrung gesehen zu haben. Nun, die jungen sind an der Reihe. Lee Dunham  8-9-8 kam mit 16 Punkten Vorsprung auf Mercer nach Holland. Er fuhr sich überlegend und vor allem auf Sicherheit den Titel auf die „Grüne Insel“. Und erst unmittelbar nach der Abflaggung sah man die Leeham-Fans zum Telefon greifen, um die frohe Nachricht über den großen „Teich“ zu bringen. Der brillante Erfolg der Briten in der diesjährigen Saison wurde in Meijel noch einmal mit Matt Porter 11-10-9 deutlich. Da spielte der achte Platz in der Tageswertung kaum eine Rolle . Er verteidigte den dritten Gesamtrang und es kamen somit gleich drei Briten auf das Siegerpodest in der IMBA-Wertung. Verdient. Sie waren eindeutig in diesem Jahr die Besten und vollführten einen harten aber fairen Wettstreit untereinander. Neunter wurde Sean Frayne 12-11-10 und fällt einen Platz in der Tabelle ,zu Gunsten Albers, zurück auf den sechsten Rang. Damit bringen die Briten vier der Ihrigen unter die ersten Sechs.
Bester Deutscher wird der junge Kevin Gödderz 13-12-11 und landet mit beherzter und sicherer Fahrweise auf dem zehnten Tagesplatz vor dem jüngsten Teilnehmer, Pascal Proenen 10-15-14, welcher besonders im letzten Lauf Ehrgeiz bewies, vom letzten Platz auf den 14. ins Feld zu fahren. Der Tscheche Josef Mnuk 14-13-13 fuhr seiner Leistung entsprechend konstant im Mittelfeld , verliert aber seinen zehnten Tabellenplatz und muss sich mit dem zwölften begnügen. Der 13. Platz ging an den Niederländer Jarno Derks 0-6-7, welcher im ersten Lauf direkt nach dem Start mit technischem Defekt aufgeben musste. Vierzehnter wurde Andre Adrian 6-8-0. Er hatte sich viel mehr versprochen. Aber das Pech kann doch keiner abwehren. Nachdem vor dem Start zum letzten Lauf das Motorrad nicht ansprang, musste schnell das Ersatzmotorrad her. Allerdings die fünf Minuten Karenz-Zeit waren dergestalt fortgeschritten, dass er es vorzog über die Zielausfahrt in die Startphase hineinzufahren. Diese Regelwidrigkeit brachte ihm die Disqualifikation des Laufes und nicht nur der Traum zum angepeilten dritte Tabellenplatz, auch  dazu der vierte waren weg.
Der fünzehnte Tagesrang in Meijel ging nach Tschechien, an Voitech Janecek 16-14-15 .

Einzel und Gesamtwertungen sind auf der Seite „imba-mx.com“ unter „Results“ und „Standings“ zu sehen.
Gez. Toni Luysberg

 

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