G

IMBA-Moto-Cross- MX2 am 6. Juni – Isbergues Frankreich -

Die Briten punkten in der Schlammschlacht von Isbergues.
Morgendlicher Dauerregen verwandelte die ansonsten wunderbare Moto-Cross-Bahn in eine klebrige Masse, ähnlich, als damals zum gleichen Wochenende 1999 nur ein Lauf gewertet wurde. Die damaligen Ereignisse wiederholten sich im ersten Rennen, derart, dass erst nach intensiver Recherchierung der Rundenergebnisse die Übereinstimmung bekanntgegeben wurde. Einziger Grund für die erforderliche Recherchierung war, dass besonders im britischen Team keine klar erkennbaren Rückennummern getragen wurden. Man muss es sich so vorstellen, dass nur drei Fahrer, Dunham, Van Kasteren und Taylor den Lauf mit sechs Runden vollführten, alle anderen bis zu viermal überrundet wurden, und fünf Crosser nur eine einzige Runde zustandebrachten. Glück war es nicht, unter diesen Verhältnissen auf dem Treppchen zu stehen. Nein, es gibt sie doch noch , die Schlammspezialisten. In der Gesamtwertung  waren dies eindeutig die Briten Lee Dunham 1-3, der Belgier Kevin Reynaert 4-1 und Jack Taylor 3-3, die im vermergelten „Kalziumkarbonat“ in Isbergues den „Circuit“ am besten meisterten und unter der abendlichen Sonne vom Siegerpodest stiegen. Hochzufrieden, derweil ihre Mechaniker die Geräte von oben angeführter Materie mit hohem Druck befreiten.

Ein „gewohntes“ Moto-Cross-Rennen fand erst im zweiten Lauf statt . Die Jury hatte nach dem ersten Rennen den dritten Lauf abgesagt. Der zweite  Lauf wurde eine halbe Stunde früher als der ursprünglich geplante dritte Lauf angesetzt, nachdem man die Entwicklung der regionalen Wetterfront eingesehen hatte.  Auch um abzuwarten und den Mechanikern Zeit zu geben, die Motorräder zu richten. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellte. Die Aufklarung und der warme Wind bewirkten innerhalb einer Stunde eine Verbesserung der Lage, wie kaum einer geglaubt hätte. Das zweite Rennen wurde unter fast idealen Bahnbedingungen gestartet.
Einen Start-Ziel-Sieg fuhr Kevin Reyneart und zeigte den verbliebenen 23 Startern wie man Spuren kreuzt.. Mit gebührendem Abstand, dennoch „am Ball“ blieb der tabellenführende Holländer, Martijn Romviel 13-2.  Der Sieger Lee Dunham hatte dauernd Mühe , sich den jungen Tschechen Jaromir Romaneik 5-4 vom Leib zu halten. Dies gelang ihm grademal mit ein paar Meter Distanz. Romaneik zeigte seine Qualitäten vom siebten Rang aus und lag zwei Runden an dritter Position. Der junge Brite, Jack Taylor 3-5, hatte da nichts entgegenzusetzen. Doch das erstemal auf dem IMBA-Podest gibt „Flügel“. Ein weiterer Tscheche zeigte ein ordentliches Ergebnis. Josef Mnuk 7-6 landete auf dem fünften Rang hinter seinem Landsmann. „Joh, ist doch Motokross. Fahrähn, beij jeddem Wähtär scheen“ sprach  der tschechische Offizielle Jozef Mnuk offensichtlich erfreut über die Leistung seines Sohnes und erklärte in seiner Landessprache weiter die Problematik der weiten Anreise zum nächsten Rennen nach England, ohne dass es wohl kaum jemand verstand.
Sechster in der Tageswertung wurde der Sieger aus Lichtenvoorde, Martijn Romviel 13-2. Die Aufklarung rettete ihm die Tabellenführung, ansonsten Romaneik oben stehen würde. Phil Mercer 10-7 hatte kein Glück. Im Schlammrennen die Kupplung nicht mehr funktionsfähig und im zweiten Rennen aus der ersten Runde als 19. notiert, kann kein ansonst immer zufriedenes Gesicht ergeben. Der Niederländer, Maurice Van Kasteren 2-22 stellte sein Motorrad wie in Lichtenvoorde gleich nach der ersten Runde des zweiten Rennens beiseite und wurde gesamt Achter vor dem Briten Benjamin Carl 11-11 und seinem Landsmann Sean Frayne 15-8.  Bester Deutscher war Christoph Selent 8-17. Den achten Platz im Schlammrennen hat er sich eisern mit Durchhaltekraft erkämpft . Frederic Birh 19-11 hatte sich beim Heimrennen schon einiges mehr an Punkten erhofft. In der Gesamtwertung stand er dennoch vor den Niederländern Bjorn De Kort 14-13 und Dennis Van Rooij 18-12.
Das folgende Rennen ist am 20. Juni in Nympsfield England.  Gez. Toni Luysberg

 

News