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IMBA-Moto-Cross- MX2 am 24. Mai 2010 – Lichtenvoorde
Lichtenvoorde zeigte Moto-Cross vom Feinsten mit einem Sieg des IMBA-Meisters 2008 , dem Niederländer Martijn Romviel .
Einer der ältesten niederländischen Vereinigungen im Moto-Cross, der Motor- und Auto Club Lichtenvoorde, wechselte vom KNMV-FIM in die MON-IMBA Lager und richtete mit 65-jähriger Erfahrung den ersten IMBA-Lauf der MX2-Klasse aus. Seit 1945 besteht der ehrenhafte Verein, welcher viele Weltmeisterschaften und große Moto-Cross Rennen ausrichtete. So unter anderem zu Beginn der Moto-Cross Zeit auf dem europäischen Festland als einer der ersten Organisatoren auch für Zuverlässigkeitsfahrten und späteren Moto-Cross Rennen, bis hin zu FIM-Weltmeisterschaftsrennen. Geländefahrten über die europäischen Grenzen hinaus werden für die Mitglieder organisiert und das sogenannte „Zwarte Cross“-Spektakel zieht jedes Jahr 100000 in die Region.
Nachdem Martijn Romviel im vergangenen Jahr auch erfolgreich hauptsächlich die KNMV Rennen bestritt, fährt er dieses Jahr wieder unter MON-Lizenz die IMBA-Rennen, und er legte hier den Grundstein für ein erfolgreiches Jahr. Der sympathische, 30-jährige Polizist aus Boekel kam im ersten Rennen zwar nicht besonders vom Start weg, hatte aber bereits im zweiten Drittel seine Landsleute Van Kasteren und Hubers unter Kontrolle und übernahm die Führung. Im zweiten Lauf musste er sich mit dem dritten Rang begnügen, und profitierte in der letzten Runde noch vom Ausfall seines Landsmannes Hubers. Im dritten Rennen machte er alles klar für sich. Der Start, im Stil eines Speedway-Fahrers in die breite Streckeneinfahrt und ein nie gefährderter Laufsieg, zeigte einen natürlich glücklichen Sportler auf dem Siegerpodest.
Die Überraschung des Tages aber war ein anderer: Der erst zwanzigjährige Christian Scholer 6-8-2 wuchs beim Endlauf im Lichtenvoordener Sand über sich hinaus. Beim Start noch Dritter, hängte er sich wie eine Klette an Romviel und passierte grademal drei Sekunden hinter ihm die Ziellinie. Etwas Glück stand seinem zweiten Podestplatz bei. Er profitierte vom Ausfall Hubers, Rene Albers und Van Kasteren. Dennoch , eine freudige Überraschung für die dänische Mannschaft.
Der dritte Rang ging an den Niederländer Dennis van Rooij 7-2-10, welcher in dieser Saison seinen Bruder Ronnie –er fährt in dieser Saison KNMV-Rennen- vertritt. Seine Leistung zeigte er vor allem im dritten Rennen, als er auf Platz Neun liegend stürzte und vom Feldende aus noch den zehnten Rang erreichte.
In der Gesamtwertung Vierter hatte Menno Verleng 10-6-3 doch mehr erwartet, gilt er doch im Sand als Überraschingsfavorit. Ein bekannter Mann aus Tschechien, Jaromir Romaneik, glänzte besonders im ersten Lauf, als das „Geläuf“ des Parcours noch relativ geglättet erschien. Aber mit den Rängen 3-5-12 kann man für diese Saison auf harten Bahnen so einiges an besseren Platzierungen für ihn erwarten.
Dann der beste Brite, Phil Mercer 7-7-5, welcher im vergangenen Jahr durch einen Ventilschaden an seinen Landsmann Lee Dunham die IMBA-Meisterschaft verlor, zählt absolut in dieser Saison zu den Favoriten. Mit dem 6. Gesamtplatz gab er sich sichtlich zufrieden. Für ihn war es ein gutes durchschnittliches Sand-Ergebnis.
Ja, und wenn der Neue im MON-Kader, Ralph Hubers 2-20-4 , nicht in der letzten Runde des Zweiten Rennes ausgefallen wäre, dann hätten drei Niederländer auf dem Treppchen gestanden. So war es für ihn nur der siebte Gesamtrang.
Björn Decort 8-9-6 fuhr beständig seine Runden und wurde Achter vor seinem Landsmann Rene Albers 4-1-29, welcher zur Mitte des dritten Rennens in ein Gerangel mit Scholer und Hubers geriet, und er sich nicht daraus schnell genug befreien konnte. Albers fährt einen 144er Zweitakmotor, und wenn man bedenkt, dass er im zweiten Rennen einen Start-Ziel-Sieg fuhr, wurden doch sehr wohl die Gegner der Hubraumfusionierung im Moto-Cross-Sport, grade auf der schnellen Sandbahn in Lichtenvoorde, eines Besseren belehrt. Alle Achtung, wie der 19-jährige aus Groesbeek seine LR144 mit einer Körpergröße von 1,85 m in die Sandbanden „knallte“ und laufen liess.
Der amtierende IMBA-Meister, Lee Dunham 13-10-8, war mit dem zehnten Gesamtrang offensichtlich nicht ganz zufrieden. Aber für ihn kommen jetzt nur noch härtere, griffige und technisch anspruchsvollere „Tracks“: Zunächst Isbergues im französischen Kalkmergel und Nympsfield auf einer frischen Farmer-Weide. Gleichermassen in Dalecin und Amrisil. Alle wie von Briten geplant.
Maurice Van Kasteren 5-4-0 lag im ersten Rennen eine gute Halbzeit in Führung. Beim letzten Rennen kam für ihn schon das „Aus“ in der ersten Runde mit technischem Defekt.
Ebenfalls ist bei den Briten in dieser Saison mit Jack Taylor 14-14-9 und seinem zwölften Platz zu rechnen. Bester Belgier wurde Kevin Reynaert 23-13-7 vor dem Dänen Jacob Jörgensen 17-16-11 und Christoph Selent 11-11-27. Ein „Kettenwickler“ stoppte jäh die Erwartung einer besseren Platzierung zur Halbzeit des dritten Wertungslaufes.
Die folgenden Rennen sind am 6. Juni in Isbergues und am 20. Juni in Nympsfield.
Gez. Toni Luysberg
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