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Bericht: IMBA MX 2 vom 5. Juni in Tschechien Dalecin
Auf der Weltmeisterschaftsbahn der 70er- Jahre trafen sich die Amateure der IMBA in der „Mopedklasse“ bei idealen Witterungsbedingungen auf den bömisch-märischen Höhen, wo zur Winterszeit die Langlaufloipen geschoben werden. Ein Gewitterschauer, genau wie im vergangenen Jahr in Dalecin, brachte nicht nur die ersehnte Abkühlung, sondern ideale Fahrbedingungen auf dem in wunderbarer Landschaft gelegenem feinst präpariertem Moto-Cross-Parcour mit einem feinen glitzerndem Feldspateinschluss.
Von den ersten Zehn aus der vergangenen Saison waren derer Vier angereist: Jack Taylor, Ronnie Van Rooij, Josef Mnuk als Lokalmatador des tschechischen Verbandes und Dennis Van Rooij. Alle anderen fanden Aufstellung zum ersten Rennen nach den best-gefahrenen Rundenzeiten im zweiten Trainingsdurchgang. Neben Ronnie Van Rooij und Andy Baumgartner waren es der „neue“ Niederländer John Cuppen und die beiden tschechischen Mnuk-Brüder, welche zeigten, die Pokalvergabe mit zu entscheiden.
Überraschend für das „Fachpublikum“ war das tolle Abschneiden der Niederländer. Und das für sie auf relativ hartem Boden. Im ersten Start Dritter, überzeugte Ronnie Van Rooij 1-1-2 in den folgenden Starts, neben dem schweizerischen „Leichtgewicht“ Andy Baumgartner , dass hier der Grundstein zum Erfolg gelegt wird. Die beiden ersten Rennen gewann er nach anstrengendem Kampf, meist mit seinen Landsmännern die Positionen wechselnd, aber fair und verdient. Im dritten Wertungslauf musste er sich mit dem stark fahrendem Landsmann Rene Albers „herumschlagen“, konnte den Zweitakt-Pokalsieger aus dem vergangenen Jahr aber nicht halten. Mit dem zweiten Rang war Van Rooijs Tagessieg besiegelt. Albers, in diesem Jahr mit einem 4-Takter unterwegs, lässt die Hoffnung der IMBA schwinden, mit einem Sonderpokal für den besten Zweitakpiloten diese Spezies nicht aussterben zu lassen. Kein einziger fährt mehr Zweitakter, in der damals sogenannten „Mopedklasse“ und somit wird der Pokal wohl in die Open-Klasse „abwandern“, denn dort werden ein paar Motoren der Zweitaktklasse eingesetzt.
Wie eingangs erwähnt, waren es die Niederländer die hauptsächlich das Rennen bestimmten. Rene Albers 4-2-1 kam mit zunehmenden Wellen im Parcour immer besser zurecht und zeigte im dritten Lauf, dass man von einem achten Platz aus dennoch gewinnen kann.
Der Brite Shane Holmes 7-4-5 profitierte in der Gesamtwertung vom besseren Ergebnis im dritten Lauf, wo er vor dem Tschechen Roman Mnuk 5-5-6 lag und somit punktegleich mit besserem Endlaufergebnis auf das Podest steigen durfte. Ansonsten drehte der Brite eher unauffällig seine Runden, dennoch sicher und beherzt.
Alle Augen der Tschechen lagen auf den beiden Mnuk-Brüdern. Die Rundenzeiten im Training deuteten auf „Mitbestimmung“. Trotz aller Enttäuschung, keinen der ihrigen auf dem Podest zu haben , können sie auf den vierten Gesamtrang stolz sein, und werden in Zukunft noch einiges von den beiden Tschechen sehen.
Jack Taylor 6-8-7, im vergangenen Jahr mehrmals auf einem Ehrenplatz, haderte etwas mit dem schnellen Parcour und profitierte vom technischem Problem Andy Baumgartner 2-24-2 im zweiten Lauf, als sein Motorrad doch nicht so wollte wie der Schweizer. „Ich bin im letzten Jahr meiner Ausbildung, und wenn die vorbei ist, werde ich mich etwas mehr auf den Sport konzentrieren können“. Und darauf darf man sich freuen und gespannt sein. Das Rüstzeug, in der Spitzengruppe zu fahren, zeigte er eindrucksvoll in allen drei Rennen.
Der siebte Gesamtrang ging wieder an die Niederländer und blieb in der Verwandschaft der Van Rooijs. Dennis Van Rooij 10-9-10 fiel in der Verfolgergruppe mit einer beherzten Fahrt auf. Seinen Verfolgern schenkte er wahrlich keinen Zentimeter. Dies erfuhr vor allem der Brite Benjamin Carl 15-6-9, der sich um einen einzigen Punkt geschlagen geben musste. Begründet, denn er verlor sein anvisiert besseres Ergebnis mit einem Sturz in der Startphase, als er vom allerletzten Platz aus lediglich das Mittelfeld im ersten Rennen erreichte.
Mit Geroen De Groot 2-3-0 brachten die Niederländer gleich vier der Oranjemannschaft unter die ersten Zehn. Nachdem er im dritten Rennen gleich in der ersten Runde im Mittelfeld stürzte, konnte er schwerlich sein Motorrad richten und zog es vor, in das Fahrerlager zurückzukehren. Man stelle sich vor, ihm wäre wieder ein hoher Punktgewinn widerfahren, hätten die Niederländer alle drei Ehrenplätze übernommen.
Pechvogel, dennoch Zehnter in der Geamtwertung, war Josef Mnuk.9-27-4. Was war? Im zweiten Rennen glanzvoll auf dem dritten Rang, verabschiedet sich an seinem Motorrad in der achten von 13 zu fahrenden Runden der Auspuff. Dies bedeutet mehr als 100 dbA und die obligatorische schwarze Flagge nach der Regel. Es ist verständlich, dass es für ihn zum „heulen“ war, und nicht nur für ihn, sondern für die gesamte tschechische Mannschaft, welche an diesem Wochenende den IMBA-Fahrern ein schönes Wochenende auf einem der schönsten europäischen Moto-Cross-Geländen bereitete, und ihnen allein deshalb ein Podestplatz von allen gegönnt gewesen wäre.
Gez. Toni Luysberg
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